1. Albert Brüggemann weiter SPD-Vorsitzender

    Jahreshauptversammlung / Gastredner Heiner Bartling / Vorstandswahlen

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    BÜCKEBURG (hb/m). Auf der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins ist Albert Brüggemann als Vorsitzender in seinem Amt bestätigt worden. Timo Goldmann und Gerd Lang wurden zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Bernd Wolf bleibt Kassierer und Gudrun Mirbach-Prägler seine Stellvertreterin. Karl-Heinz Krause wurde einstimmig zum Schriftführer gewählt und Reinhard Meiffert zu seinem Stellvertreter.

    Ortsvereinsvorsitzender Albert Brüggemann (Mi.) mit seinen zwei Stellvertretern Gerd Lang (li.) und Timo Goldmann.

    Heiner Bartling: "Für einen Rückzug aus Afghanistan braucht man eine Perspektive."

    Das Jahr 2009 habe, so Albert Brüggemann in seinem Jahresbericht, mit den zwei Wahlkämpfen viel Arbeit bereitet. Bei der Bundestagswahl sei der Gegenkandidat aus Bückeburg "mit einem sehr finanzstarken Hintergrund" schon eine Herausforderung gewesen. "Nach dem klaren Sieg von Edathy hält sich Christopher Wuttke irgendwo versteckt, man hört nichts mehr von ihm", stellte Brüggemann fest.

    Selbst die CDU stehe ohne die "hyperaktive Zugmaschine" da, "unvorbereitet und ohne Erfahrung". Folge seien eine "blamable Haushaltsrede, opportunistische Forderungen, wie Pausenhalle und Aula in Evesen, keine verlässliche Aussagen in der Schulpolitik bis hin zur Baumfällaktion von Ludwig Pohl und den jüngsten Reaktionen". Zudem habe die SPD den besseren Kandidaten bei der Landratswahl.

    109 Mitglieder gehörten dem SPD-Ortsverein zum Ende des Jahres an.

    Als Beisitzer wurden in den Vorstand gewählt: Renate Barkhausen, Bernd Insinger, Irmgard Klingst, Anka Knechtel, Wolfhard Müller, Gerhard Uthe und Dagmar Vogeler-Kreusel.

    Der SPD-Landtagsabgeordnete Heiner Bartling referierte über Landes- und bundespolitische Themen und sprach sich gegen ein "sofort raus aus Afghanistan" aus, nachdem vier deutsche Soldaten dort zu Tode gekommen waren. Man brauche eine Perspektive für den Rückzug, das gehe nicht von heute auf morgen. Deutschland, so Bartling, sei ein Teil der Völkergemeinschaft und könne nicht wie zu "alten BRD-Zeiten den USA Milliarden geben und sie machen lassen." Deutschland sei auf gute Beziehungen zu anderen Ländern angewiesen und könne nicht nur die Vorteile aus einem weltweiten Handel mitnehmen, sondern müsse auch Lasten tragen. "Ich habe schon vor Jahren im Kosovo erlebt, dass die Soldaten nicht mit lila Tüchern winken, sondern Waffen einsetzen - das ist Krieg", stellte Heiner Bartling abschließend fest. Foto: hb/m