BÜCKEBURG (hb/m). "Es war ein sehr erfolgreiches Jahr, wir haben mit 62,58 Prozent landesweit die beste Aufklärungsquote erreicht", zeigten sich Werner Steding, der Leiter des Polizeikommissariats, Eberhard Peithmann, Leiter des Ermittlungsdienstes, und Pressesprecher Ulrich Kaupmann stolz, als sie Pressevertretern die Kriminalstatistik des Jahres 2009 präsentierten. Die eingeleiteten Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung hätten gefruchtet. Als Beispiele wurde die ganzzeitlichen Kontrollen, die Schulung der Beamten bei der erkennungsdienstlichen Behandlung, das Ausschöpfen aller rechtlichen Möglichkeiten und fallbezogene Absprachen mit der Justiz genannt. Positiv ausgewirkt habe sich auch ein deutlich verbessertes Anzeigeverhalten sowie stärkere Auflagen der Kommunen bei Erntefesten, Schützenfesten und Vati-Partys. "Die Bürger sollen nicht auf Lebensqualität verzichten, zum Fest gehen und sich sicher fühlen", so Steding.
Die Anzahl der Straftaten ist in den vergangenen fünf Jahren relativ konstant geblieben, gegenüber 2008 ist ein leichter Rückgang um 32 auf 2.782 Straftaten festzustellen. An der Spitze der einzelnen Delikte steht der Diebstahl (rund 40 Prozent), wobei der schwere Diebstahl zugenommen hat. Einen Anstieg der Straftaten hat es bei den Körperverletzungen und bei den Vermögensdelikten (14,4 Prozent) gegeben, auch durch Betrügereien im Internet. Deutlich zurückgegangen ist die Anzahl der Sachbeschädigungen. "Wir bieten eine der sichersten Regionen", sagt Steding und verweist auf die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung. Bezogen auf 100.000 Einwohner liegen die vier Gemeinden Bückeburg, Bad Eilsen, Obernkirchen und Nienstädt mit 5.798 registrierten Straftaten weit unter den Zahlen des Landes und des Bundes. "Ohne Mithilfe der Bürger ist es für uns schwieriger", stellte Eberhard Peithmann fest, der insbesondere die Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft lobte.
"Wir werden auch 2010 volle Pulle geben", kündigte Steding an und will sowohl die objektive Sicherheit weiter verbessern, als auch das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung stärken. Foto: hb/m