BÜCKEBURG (hb). Ihr Stand war ein interessanter Anlaufpunkt für Besucher des von der Firma Ahrens veranstalteten Solartags im Rathaussaal, der Stand der Bückeburger Gruppe Bündnis 90/Grüne. Sie informierten unter dem Motto "Atomausstieg selber machen" über den Wechsel zu Ökostromanbietern.
Bernd Schierhorn (li.), Cornelia Laasch und Willi Klusmeier brechen eine Lanze für Ökostromanbieter.
Wie Bernd Schierhorn, Willi Klusmeier und Cornelia Laasch den Interessenten in Erinnerung riefen, war im Herbst letzten Jahres von der Bundesregierung bezüglich des Atomausstiegs eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke um bis zu 14 Jahre beschlossen worden. Dies geschah aus Sicht der Grünen ohne Not. Sie unterstrichen, dass in Deutschland mehr Strom erzeugt, als verbraucht und deshalb exportiert werde. Die Laufzeitverlängerung bedeute 14 Jahre länger unkalkulierbare Unfälle und Gesundheitsrisiken und bürde kommenden Generationen noch mehr strahlenden Atommüll auf.
Sicherheitstechnisch sei keins der deutschen Atomkraftwerke auf dem aktuellsten Stand. Auch sei, so die Grünen vor Ort weiter, die Endlagerfrage weltweit ungelöst. Die Kraftwerkbetreiber würden täglich pro Kraftwerk eine Million Euro verdienen. Während die Konzerne profitieren, trage die Allgemeinheit das Risiko und die Kosten für die Atommülltransporte und die Endlagerung.
Die Bückeburger Grünen fordern im Rahmen des Solartags deshalb, nicht mit der Stromrechnung noch länger das Atomkartell zu unterstützen und rieten den Besuchern zu einem der Ökostromanbieter zu wechseln. Dann komme das Geld in die richtigen Hände und könne für eine saubere Zukunft arbeiten. Ein Wechsel, so Schierhorn, Klusmeier und Laasch vom Stadtverband der Grünen übereinsstimmend, sei im Gegensatz zum Wechsel eines Telefonanbieters wirklich einfach. Kühlschrank und Radio würden nachher genau so gut wie vorher funktionieren. Der Wechsel zu Ökostromanbieter war ein äußerst interessantes Thema für die Besucher der auskunftsreichen kleinen Solar-Messe. Es mussten viele Fragen beantwortet und auch einige Unsicherheiten ausgeräumt werden. Foto: hb