1. Ein dreifaches Horrido auf das Bürgerbataillon

    Fahnenausmarsch als Startschuss fürs Bürgerschießen

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    BÜCKEBURG (nh). Dass dieses Bürgerfest, wenn auch in abgespeckter Form, stattfinden kann, ist eine große Freude - nicht nur bei den Mitgliedern des Bürgerbataillons, die sich in Frack und Zylinder geschmissen hatten, sondern auch für die zahlreichen Bückeburger Bürger, die pünktlich zum Fahnenausmarsch und Gottesdienst auf dem Marktplatz erschienen waren. Im Rathaussaal wurden kurz zuvor im feierlichen Rahmen die Beförderungen durchgeführt und einige Ehrengäste ließen sich natürlich ein kurzes Grußwort nicht nehmen. "Niemand hätt's geglaubt, aber das Bürgerbataillon ist zu allem in der Lage. Daher ist es eine große Freude, dass wir heute gemeinsam feiern dürfen", sprach Bürgermeister Reiner Brombach einleitend zur Versammlung. "Das Bürgerbataillon ist eine tragende Säule für unsere Gesellschaft, das werden wir in den nächsten drei Tagen wieder beweisen. Wir fördern das Zusammensein von Menschen und das gesellschaftliche Leben", so der Verwaltungschef weiter, bevor er das Wort an Stadtmajor Martin Brandt übergab. "Viereinhalb Monate intensive Planungsarbeit liegen hinter uns. Unser Ziel ist es seit jeher, Begegnungen zu schaffen und Traditionen zu pflegen, die bis in das 17. Jahrhundert zurückgehen. Bei keiner Veranstaltung empfinden wir so sehr das Miteinander und die Zusammengehörigkeit, wie bei diesem traditionellen Volksfest. Großer Dank gilt all jenen, die uns bei der umfangreichen Planung und Vorbereitung unterstützt haben. Bei aller Vorsicht und Verantwortung soll dieses Fest ein Zeichen der Hoffnung und Zuversicht und ein positiver Impuls für das Miteinander sein", so Martin Brandt. Traditionell werde mit der Bestallung der Offiziere gestartet, bevor der Gottesdienst das Highlight, den großen Zapfenstreich, einleitet. "Unser Fest soll ein Zeichen sein gegen die schleichende Erosion von sozialen Bindungen in Zeiten der Pandemie", so Brandt abschließend, bevor die Versammlung mit einem dreifachen Horrido die drei Tage dauernden Festivitäten starten. SPD-Bundestagsabgeordnete Marja-Liisa Völlers richtete ebenfalls Grußworte an die Anwesenden: "Auch uns Politikern fehlen die Volksfeste. Schön zu sehen, dass, wenn sich alle an die Regeln halten, auch Traditionen gepflegt werden können. Pflegen Sie weiter die Kameradschaft!". "Dieses Bürgerschießen machen zu können, ist ein Gewinn. Danke dafür, dass sie weiter zum Bürgerbataillon stehen", fügte Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe hinzu. Brigadegeneral Ulrich Ott überbrachte die Grüße der Soldaten und hatte zwei passende Zitate zur Veranstaltung und für die Veranstalter im Gepäck: "Zwei Sprüche bei der Bundeswehr haben mich geprägt: 'Im Krieg hat nur das Einfache Erfolg', daher ist es sehr gut, dass auch dieses Fest in diesem Jahr einfach gehalten wird. Und: 'Wer nicht wagt, der nicht gewinnt', und ihr sendet mit eurem heutigen Wagnis ein gutes Signal nach außen". Landesbischof Karl-Hinrich Manzke fügte abschließend hinzu: "Euren Mut möchte ich nach vorne stellen. Danke für euren Beitrag, weiterhin zu "buchstabieren", wie miteinander funktioniert. Das Bürgerschießen ist ein Beitrag zur Rückerlangung der Kontrolle, weg von der Fremdbestimmung. Ich bin beeindruckt vom Bürgersinn in dieser Stadt, dass ihm Raum gegeben wird, um dieses Fest zu feiern". Der Worte folgten Beförderungen samt Gratulationen: Hans-Joachim Schulze, Kai Davidovic und Michael Findeisen wurden zu Oberzugsstabführern befördert. "Mit besonderen Verdiensten im Führungsamt" wurden Jens Meier, Achim Lüders, Mirko Fischer und Thomas Möhring zum Fähnrich befördert. Zum Oberfähnrich gekürt wurden Carsten Raudonus, Dirk Wehrmann, Tobias Reese und Heino Röwer. André Davidovic wurde zum Leutnant, Georg Zwirkowski zum Oberleutnant und Adjutant Reiner Walter, "er verkörpert das Bürgerbataillon wie kein zweiter", wurde zum Hauptmann befördert. "Allesamt Menschen, die man ganz gern an seiner Seite hat", konstatiert Martin Brandt. Anschließend folgte der traditionelle Fahnenausmarsch aus dem Rathaussaal auf dem Marktplatz, wo bereits zahlreiche Bürger gespannt auf den Start des Festes warteten. Foto:nh