1. Im Musikgarten erste Kontakte knüpfen

    Corona-Beschränkungen zum großen Teil weggefallen / Freie Plätze in verschiedenen Bereichen

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    BÜCKEBURG (nh). Beim Musikgarten-Konzept, entwickelt von der amerikanischen Montessori-Pädagogin Lorna Lutz-Heyge, handelt es sich um die Idee, Kindern und deren Eltern auf spielerische Weise den ersten Kontakt zum eigenen Musikmachen zu knüpfen. Es wird gemeinsam gesungen, getanzt, musiziert und geklatscht. Dabei wird auf ein ausgewogenes Verhältnis von Bewegung, Singen und Sprachspielen sowie Ruhepunkten geachtet. Ein weiteres Merkmal dieses Kurses sind viele "Rituale", die sowohl der Suche der Kinder nach Ordnung entsprechen als auch in den Ordnungsprinzipien der Rhythmik zu finden sind. Entsprechend der noch kurzen Konzentrationsfähigkeit der Kleinkinder treffen sich etwa zehn Eltern/Kind-Paare einmal wöchentlich, um 35 bzw. 45 Minuten lang kindgerecht in Musik zu leben. Der Musikgarten ist in drei Kurse, je nach Alter der Kinder, gegliedert. Freie Plätze gibt es im Baby-Musikgarten (Alter der Kinder von 0 - 18 Monaten) montags von 9.45 Uhr bis 10.20 Uhr und im Musikgarten II (Alter der Kinder von 3 Jahren bis 4,5 Jahren) montags von 15 Uhr bis 15.45 Uhr. Gesangsunterricht, einzeln oder in Gruppen, bietet die Dozentin Mira Graczyk. Graczyk begann mit sieben Jahren Geige zu spielen. Im Alter von zehn Jahren bekam die gebu?rtige Bochumerin an der National Music School "Karol Szymanowski" in Warschau ihren ersten Klavierunterricht. Die ersten Gesangserfahrungen sammelte Sie im Kinderchor "Alla Polacca" am Großen Theater in Warschau und im Kinderchor "Laudate Dominum". Nach Erlangung eines Diploms im Fach Violine im Jahr 2007 begann Mira Graczyk ein Gesangs-Studium an der Academy of Music "Stanislaus Moniuszko" in Danzig. In der Gesangsklasse von Dr. Alexandra Kucharska-Szefler wurde sie zu einem Koloratursopran ausgebildet. Gerade einmal mit 20 Jahren feierte sie in Danzig an der Baltischen Oper ihr Opern-Debüt als Barbarina in "Le nozze di Figaro" von Mozart. Ab Oktober 2009 studierte sie Gesang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover bei Prof. Markus Schäffer. Seit acht Jahren ist sie Mitglied der Jungen Oper NRW. Mira Graczyk wurde Stipendiatin der Internationale Musikbegegnungstätte Bezirk Oberfranken und der Stiftung für die Hochschule für Musik, Theater und Medien. Seit November 2013 ist sie auch Stipendiatin der Live Music Now Yehudi Menuhin Foundation. Sie war Solistin bei der Lumen-Magnificat Konzertreihe 2017 und den Orgeltagen Ingolstadt 2018 mit dem Simon-Mayr-Chor. Im Januar 2018 trat sie als Solistin im Konzert - Projekt "La voix liberee" in der Synagoge zum Weissen Storch in Breslau - zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus und dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz auf. Aktuell gibt die Sängerin Konzerte in Deutschland und Polen mit klassischen Repertoire, wie auch im Musical und Chansons Musik-Bereich, engagiert sich in Organisation von Opern- Workshops für Kinder und kooperiert musikalisch mit den Deutsch-Polnischen Gesellschaften deutschlandweit. Seit September 2020 unterrichtet sie Geige an der Mobilen Musikschule Hannover. Foto:privat